Essen und Kochen

Arve – mehr als nur ein Baum

Die Königin der Alpen

Pinus cembra
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Die Arve ist optimal an das raue Klima im Gebirge angepasst.
Haben Sie schon einmal in einem Arvenzimmer geschlafen? Durch das Einatmen des Duftes reduziert sich der Herzschlag und Sie schlafen tiefer. Die gleiche Wirkung hat übrigens ein Kissen gefüllt mit Arvenholz. Der typische Geruch der Arve kommt vermutlich durch das enthaltene ätherische Öl zustande. Die positiven Eigenschaften des Duftes sind belegt.

 

Wissenswertes rund um den Baum
Arvenbäume können bis zu 25 Meter hoch wachsen und einen Baumstammdurchmesser von 1,7 Meter erreichen. Die Arve erträgt Temperaturen von -40 bis + 40 Grad. Sie bildet durch diese Eigenschaft im Gebirge den Waldsaum. Die Arve ist in den subalpinen Wäldern die einzige Nadelbaumart, die pro Büschel fünf Nadeln besitzt.

 

Arvennüsschen
Die Arve trägt erst nach ungefähr 60 Jahren Blüten. Im Folgejahr wachsen die weiblichen Blütenstände. Sie erreichen eine Dicke von acht Zentimeter und eine Länge von bis zehn Zentimeter. Diese bilden den typischen Zapfen. Pro Zapfen reifen bis zu 150 Samen heran, welche von einer harten Schale umgeben sind. Ursprünglich wurde die Engandiner Nusstorte mit diesen Samennüsschen der Arve, anstelle von heute verwendeten Baumnüssen hergestellt.

 

Wie verwenden wir Arve heute?
Arve wird oft zur Herstellung von Möbeln oder Holzkunstwerken verwendet. Das ätherische Öl wird in der Kosmetik, sowie auch als Raumduft eingesetzt.
Im Engadin ist der Arvenschnaps oder Arvenlikör ein oft anzutreffendes Digestiv. Ganz ohne Alkohol zum Selbermachen gibt es den Arvensirup. Wollen Sie eine nicht ganz so süsse Variante gibt es noch das Arvenwasser. Nehmen Sie ein reines ätherisches Arvenöl als Zusatz für Ihr Trinkwasser. Geben Sie 1-2 Tropfen auf 1 Liter Wasser, um ein besonderes Aroma zu erhalten.

 

Ein feines Rezept für Arvensirup:
Verkleinern und waschen Sie fünf Arvenzapfen. Geben Sie diese mit dem Wasser in eine Pfanne und kochen Sie diese auf. Mit einem Sparschäler können sie eine Zitrone schälen und den Saft danach auspressen. Fügen Sie nun die Zitronenschale, den Zitronensaft, 1kg Zucker, 1 Stängel Minze und 20g Zitronensäure in den Topf dazu. Rühren Sie alles, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Lassen Sie den Sirup 48 Stunden zugedeckt stehen. Rühren Sie von Zeit zu Zeit den Sirup um. Danach können Sie den Arvensirup durch ein Sieb lassen, nochmals aufkochen und in sterile Flaschen abfüllen.


Geniessen Sie den geschmacklichen Ausflug ins Engadin.

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