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Darf es dieses Jahr ein spezieller Adventskalender sein?

Heute erfahren Sie, wie der Adventskalender entstand und was der Sinn hinter dieser Tradition ist. Vielleicht kommen Sie am Ende dieses Artikels zum Schluss, dass Sie dieses Jahr einen besonderen «Adventskalender» für sich selber oder für Ihre Liebsten machen.

Halten Sie schöne Momente fest.
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Der lateinische Ausdruck «adventus» steht für Ankunft. Die Adventszeit ist die Zeit der geistlichen und christlichen Vorbereitung auf die Geburt Jesu in der Nacht zum 25. Dezember. Sie beginnt stets am ersten Sonntag nach dem 26. November, also vier Sonntage vor Weihnachten. Beendet wird sie am 24. Dezember mit der Feier des Heiligen Abends. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts führte die katholische Kirche die tägliche Adventsandacht ein. Die evangelische Kirche blieb bei der Kontemplation in der Familie. Das heisst, es wird zusammen gebetet, Lieder gesungen, Verse sowie Bibelstellen zitiert. So verschieden die beiden Wege tönen, so ähnlich sind sie trotzdem. Bei beiden Wegen geht es darum, die Zeit zu geniessen, zusammen zu sein und somit Erlebnisse teilen zu können. Weiter ist es so, dass für Kinder Zeit schwer fassbar und eine abstrakte Grösse ist. So auch die Adventszeit. Sinn des Adventskalenders ist es, dass die Zeit bis Weihnachten greifbarer und bewusst wahrgenommen wird. Klassische Adventskalender mit kleinen Geschenken oder Bildern gibt es für Kinder wie auch für Erwachsene haufenweise zu kaufen. Doch was spricht gegen einen «Adventskalender» der anderen Art? Lassen Sie die einzelnen Überraschungen erst entstehen, indem sie sich jeden Tag im Advent bewusst, etwas Zeit nehmen.

Halten Sie inne und nehmen Sie mindestens einen Moment täglich bewusst wahr. Mit den folgenden drei speziellen «Adventskalender»-Ideen schaffen Sie das bestimmt.

- Nehmen Sie eine lange Stumpenkerze und teilen Sie mit diese in 24 Stücke ein. Bezeichnen Sie die einzelnen Teile mit Kerben und lassen Sie jeden Tag ein Segment herunterbrennen. Während der täglichen Brennzeit setzen Sie sich hin und tun sich was Gutes.

- Teilen Sie ein Blatt Papier in 24 Teile ein. Jeden Abend notieren Sie in ein Feld ein schönes Erlebnis des vergangenen Tages. Am Ende der Adventszeit können Sie sich damit an eine Vielzahl positiver Momente erinnern.

- Fotografieren Sie jeden Tag etwas, dass Ihnen ins Auge sticht und drucken Sie die Fotos Ende der Adventszeit aus. So können Sie sich auch im Frühling noch an der Adventszeit erfreuen.

Mit diesen Ideen wünschen wir Ihnen eine wunderbare Adventszeit.

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