Ernährung

Fette und Öle

Freund oder Feind?

Oleksandra Naumenko, 123rf.com
Weitere Artikel zum Thema:
Kategorie:
Autor:
Natalie Zumbrunn

Fette werden mit zahlreichen negativen Gefühlen in Verbindung gebracht – und das zu Unrecht. Denn Fett hat eine besondere Bedeutung für unseren Körper. Welche das sind und welche Fette besonders wertvoll sind, erfahren Sie hier.

 

Fette gehören nebst Kohlenhydraten und Eiweiss zu den drei Grundpfeiler unserer Ernährung. Fett ist für Ihren Körper nicht nur der wichtigste Energielieferant, sondern versorgt Sie zudem mit wichtigen Nährstoffen. Ohne Fette und Öle wäre die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine E, D, K, A nicht möglich. Diese haben eine wichtige Schutzfunktion und sind Bestandteil von Hormonen oder Ihren Zellwänden. Das durch Körperfett angelegt Polster schützt Sie vor Kälte und Verletzungen, indem es Ihre Organe umschliesst. Deutlich sichtbar wird das an Ihrer Ferse oder Handballen.

 

Fette und Öle bereiten uns aber auch im Mund eine wahre Freude, da sie Träger von Aroma- und Geschmacksstoffen sind. Tierische Fette sind in Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und Milchprodukten enthalten. Pflanzliche Öle finden Sie in Pflanzensamen wie Raps oder Sonnenblumenkernen und in sogenannten Ölfrüchten, z.B. Oliven. Auch Nüsse beinhalten wertvolle Fette. Fette und Öle haben unterschiedliche Zusammensetzungen. Wir unterscheiden:

 

Gesättigte Fettsäuren kommen in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Rahm, Wurst und Käse sowie pflanzlichen Fetten wie Palmöl und Kokosfett vor. Diese Fettsäuren haben chemisch gesehen keine Doppelbindungen und dienen vorwiegend als Energiequelle und Energiespeicher. Da sie von unserem Körper selbst hergestellt werden können, ist eine Zufuhr von aussen nicht zwingend notwendig.

 

Einfach ungesättigte Fettsäuren kommen in pflanzlichen Ölen wie Olivenöl und Erdnussöl vor. Sie bestehen aus einer Doppelbindung und sind massgeblich an Stoffwechselprozessen beteiligt. Auch hier ist unser genialer Körper in der Lage, solche Fettsäuren selbst herzustellen. Aufgrund der Doppelbindungen werden sie langsamer verdaut als gesättigte Fettsäuren.

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind essenziell und müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da sie unser Körper nicht von allein herstellen kann. Diese Fettsäuren werden in Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren unterteilt und haben mehrere Doppelbindungen. Den Omega-6-Fettsäuren werden eine entzündungsfördernde Wirkung zugeschrieben. Sie kommen beispielsweise in Sonnenblumenöl, Distelöl und Kürbiskernöl vor. Die Omega-3-Fettsäuren gelten als entzündungshemmend. Sie finden diese in Rapsöl, Leinöl und Nüssen. Greifen Sie hier also nebst tierischen Nahrungsmitteln vermehrt auch zu pflanzlichen Fetten und Ölen.

 

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Fett-Zufuhr von 30% der Gesamtenergie.

 

Mit der richtigen Menge und einer ausgewogenen Wahl, können Sie Fette und Öle mit gutem Gewissen geniessen.

Kommentar hinzufügen

Facebook

Verwandte Artikel

Kalte Wintertage und stark beheizte…
Standen Sie auch schon einmal vor dem…
  •  
  • 1 von 6

Buchtipp

Ein Lebensmittelskandal jagt den anderen – kaum ist der eine vorbei, berichten…
Autor: Dr. Andrea Flemmer ISBN / EAN: 978-3-86738-002-7
0