Essen und Kochen

Limetten – saure Zitrusfrüchte sorgen für Abwechslung

Zitrusfrüchte gibt es viele und Zitronen kennen wir alle. Doch was ist eine Limone und worin besteht der Unterschied zur Limette? In diesem Artikel erfahren Sie mehr über diese meist grünen und sauren Zitrusfrüchte und ihren Einsatz im Alltag.

Fingerlimette mit ihrem aromatischen Inhalt
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Zitrusfrüchte, so auch die Limetten, gehören der Familie der Rautengewächse an. Sie werden in den Mittelmeerländern sowie in allen tropischen und subtropischen Ländern angebaut und sind meistens ganzjährig bei uns erhältlich. Das Fruchtfleisch ist meist sehr saftig, enthält viel Vitamin C und wirkt somit gesundheitsförderlich. Es stärkt unser Immunsystem, verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen und baut Bindegewebe und Knochen auf. Beachten Sie dabei, dass Vitamin C durch Hitze zerstört wird. Verwenden Sie deshalb den frischen Limettensaft möglichst in kalten Speisen oder fügen Sie ihn erst am Schluss den warmen Gerichten bei. Möchten Sie Ihre gekochten Speisen mit einem unverwechselbares Limettengeschmack aromatisieren, dann verwenden Sie am besten unbehandelte Limettenschale. Fein geraffelt können diese entweder mitgekocht oder am Schluss daruntergemischt werden.

Nun fragen Sie sich bestimmt, welche Limetten-Arten es gibt und wofür sie sich jeweils eignen.

 

Verschiedene Arten

Limone: Diese kleinen, gelben Früchte sind die älteste Limettenart und entstanden durch die Kreuzung einer Zitronatzitrone mit einer Bitterorange. Diese somit echten Limetten enthalten mehr Vitamin C als die heute kultivierten Limetten, dafür deutlich weniger Aroma und Saft. Leider wird heutzutage der Begriff Limone sehr oft gleichgesetzt mit den uns bekannten grösseren Zitronen.

Persische Limette: Diese Sorte wird auch Tahiti-Limette genannt und ist bei uns die am häufigsten angebotene Art. Diese grünen, mittelgrossen und runden Früchte sind meistens kernlos und ergeben fast doppelt so viel Saft wie eine Zitrone. Sie eignen sich zum Aromatisieren von Speisen und Getränken sowie als Essigersatz.

Mexikanische Limette: Die kleinen gelbgrünen saftigen Früchte werden auch Key-Limetten genannt. Sie besitzen eine glatte Schale, meistens viele Kerne und ein kräftiges Aroma. Der Saft eignet sich besonders zum Aromatisieren von Desserts oder als Essigersatz in einer Salatsauce.

Kaffirlimette: Die etwas kleinere, grüne Frucht beinhaltet meistens viele Kerne und sehr wenig Saft. Die in Südostasien, Mittelamerika und Afrika kultivierte Limettenart hat eine ausgeprägt runzelige und trocken wirkende Schale. Fein abgeraffelt bietet diese Schale ein wunderbares Würzmittel in verschiedensten Fleisch- oder Fischspeisen sowie in Desserts. Die Blätter dieses immergrünen Strauches können ebenfalls als Würzmittel in Schmorgerichten oder Curries verwendet werden.

Finger-Limette: Diese bei uns noch eher unbekannte wilde Limettenart stammt aus Australien und unterscheidet sich in Form, Farbe und Verwendung von den obengenannten Limettenarten. Der Baum trägt fingerdicke und -lange Schoten, welche über eine dünne und wenig aromatische Schale verfügen. Werden die Schoten in der Mitte aufgebrochen, kommen kleine, prall gefüllte Kügelchen zum Vorschein. Da die Perlen an Forellenkaviar erinnern und die Frucht noch nicht stark kultiviert und somit teuer ist, wird der Inhalt auch Limettenkaviar genannt. Die wahre Geschmacksexplosion zeigt sich beim Zerkauen der Perlen. Diese Fruchtbestandteile eigenen sich besonders roh als Aromageber bei Fischgerichten, als fruchtiger Bestandteil bei Desserts oder als Hingucker in Drinks oder auf Speisen allgemein.

Achten Sie bei Ihrem nächsten Limettenkauf auf die ausgewählte Art und setzen Sie die Vorteile dieser Frucht gezielt ein.

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