Gesundheit

Nützliche Helfer oder gefährliche Schädlinge?

Bakterien in Lebensmitteln

Bifidobakterien können Ihren Darm bei seiner Arbeit unterstützen
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Autor:
Natalie Zumbrunn

Bakterien finden sich in zahlreichen Nahrungsmitteln. Teilweise sind sie erwünscht, teilweise nicht. Doch wie erkennen Sie diese guten oder schlechten Bakterien? Dies und mehr können Sie in diesem Artikel zu den kleinen Lebewesen nachlesen.

 

Die Guten

Grundsätzlich ist es gut zu wissen, dass die allermeisten Bakterien in unseren Lebensmitteln erwünscht sind.

  • Milchsäurebakterien ermöglichen Beispielsweise die Herstellung von Sauerkraut. Auch in der Käseproduktion werden Milchsäurebakterien verwendet. Dort dienen die kleinen Helferchen der Herstellung von Käse durch den Abbau von Milchzucker. Ausserdem geben sie dem Käse - gemeinsam mit eingesetzten Schimmelpilzen - ein feines Aroma.
  • Neben der Lebensmittelverarbeitung und dem Geschmack können Bakterien auch unserer Gesundheit Gutes tun: In probiotischen Joghurts wie Bifidus oder Activia sind Bakterien enthalten, welche Ihre Darmgesundheit fördern können. Diese sind häufig vom Stamm der Bifidobakterien. Die Wirkung dieser Bakterien im Darm ist die Folgende: Ihre Darmflora enthält zahlreiche verschiedene Bakterienstämme. Einige davon helfen Ihnen bei der Verdauung, andere können Beschwerden verursachen. Wenn Sie regelmässig ein Produkt mit gesundheitsfördernden Bakterien essen, haben diese eine bessere Chance, sich in Ihrem Darm vermehrt anzusiedeln. Mit der Zeit leben also mehr nützliche als schädliche Bakterien in Ihrem Darm. So können Sie Ihren Darm indirekt bei seiner Arbeit unterstützen, wenn Sie probiotische Lebensmittel essen.

 

Die Bösen

Auch schädliche Bakterien gelangen unerwünscht in unsere Lebensmittel. Die häufigsten davon sind Campylobakter und Salmonellen:

  • Der Campylobakter kommt in Lebensmitteln vor, die vor dem Verzehr ungenügend erhitzt wurden. Am häufigsten kommt eine Verunreinigung mit Campylobakter in Geflügel vor. Ansteckungen sind ebenfalls durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren möglich. Eine Campylobakter-Infektion führt zu einer Erkrankung im Magen-Darmbereich. Symptome wie Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber und Erbrechen sind möglich. Die Infektion hält für zirka eine Woche an. Schützen können Sie sich, wenn Sie Ihr Essen während zwei Minuten auf mindestens 70 Grad erhitzen. Zudem sollten Sie Ihre Hände gründlich waschen, nachdem Sie mit rohem Geflügelfleisch in Kontakt waren.
  • Salmonellen können in Geflügel, Fleischprodukten, Eiern und Frischmilch vorkommen. Eine Salmonellen-Infektion führt typischerweise zu Fieber, plötzlichem Durchfall, Übelkeit, Erbrechen sowie Kopf- und Bauchschmerzen. Der beste Schutz vor Salmonellen bietet eine gute Hygiene in der Küche. Essen Sie nicht-erhitzte Eiergerichte am Zubereitungstag auf. Wenn Sie Resten solcher Speisen haben, können Sie diese für einen Tag im Kühlschrank aufbewahren und verspeisen. Danach sollten Sie diese entsorgen. Verwenden Sie keine beschädigten Eier für Speisen, die nicht erhitzt werden. Waschen Sie Ihre Hände nach der Verarbeitung der oben genannten Lebensmittel gut mit Seife.

 

Weitere nützliche Informationen rund um schädliche Bakterien in unseren Lebensmitteln finden Sie hier. Am 22. September können Sie in unserem Folgeartikel zusätzliche, spannende Informationen zum Thema «Listerien und Salmonellen in der Schwangerschaft» nachlesen.

 

Wir wünschen Ihnen weiterhin sicheres Kochen und freudiges Essen!

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